Der vierte deutsche Mobilfunkbetreiber E-plus hat im Dezember 2008 angekündigt, sein gesamtes Netz sukzessive auf EDGE umzustellen. Bis Ende 2009 sollen etwa 90 Prozent der E-plus-Kunden Zugang zur EDGE-Technologie haben. Im Januar wurde daher ein EDGE-Testbetrieb in Hamburg aufgenommen. Mit der EDGE-Aufrüstung wolle man das bestehende UMTS-Netz ergänzen, heißt es bei E-plus. Ziel der Ausbaupläne sei, den Nutzern auch in Gegenden ohne UMTS-Versorgung eine Performance von bis zu 240 Kilobit pro Sekunde im Download zu bieten. Laut E-plus-Chef Thorsten Dirks will der Netzbetreiber 2009 einen dreistelligen Millionenbetrag für den Netzausbau und die Kapazitätserweiterung aufwenden. Ein vergleichbare Summe hatte E-plus nach eigenen Angaben bereits im Jahr 2008 in die Netzaufrüstung investiert. Der Chief Technology Officer (CTO) von E-Plus, Rafal Markiewicz, sagte in einem Interview mit Dow Jones Newswires im Dezember 2008: E-Plus plant, wie im Jahr 2008, einen hohen dreistelligen Mio-Euro-Betrag in den Ausbau ihrer Netze zu investieren." Diese Maßnahmen umfassten auch die Aufrüstung der GSM-Netzes auf den EDGE-Standard (Enhanced Data Rates for GSM Evolution), führte Markiewicz weiter aus. Nach Angaben des CTO plant E-Plus gut 30 Prozent der deutschen Bevölkerung mit dem EDGE-Standard Ende des ersten Quartals 2009 zu erreichen. Bis Ende 2009 soll das E-Plus-EDGE-Netz gut 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland zur Verfügung stehen.